Modellregion
für organische Kreislauf­wirtschaft

Melk & Scheibbs

Die Gemeindeumweltverbände (GVU) Melk und Scheibbs bewerben sich als österreichische Modellregion für Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft. Bildungs- und Forschungseinrichtungen, wesentliche Unternehmen und 58 Gemeinden erarbeiten Konzepte und Projekte für eine nachhaltige Region und eine erfolgreiche Bewerbung.

Von Market-Gardening über grünes Gas, von Reduktion von Mikroplastik bis zum Klimapositiven Bauernhof reicht die Bandbreite erster Projekte, die noch wachsen wird.

Kernteam

Hinter dem Projekt Modellregion Bioökonomie & Kreislaufwirtschaft stehen die Obleute der GVU Melk und Scheibbs Bgm. Martin Leonhartsberger und Bgm. Harald Riemer, die Geschäftsführer Alois Hubmann (GVU Melk) und Johann Wurzenberger (GVU Scheibbs) sowie Hubert Seiringer (Seiringer Umweltservice GesmbH) und Klaus Nagelhofer vom Technopol Wieselburg.

Vlnr: Johann Wurzenberger (GF GVU Scheibbs),
Bgm. Harald Riemer, Thomas
Prenner (Seiringer Umweltservice GmbH),
Alois Hubmann (GF GVU Melk),
Obmann Bgm. Martin Leonhardsberger,
Hubert Seiringer (Seiringer
Umweltservice GmbH), Klaus Nagelhofer
(Technopolmanager Wieselburg)

Partner

Zahlreiche Partner aus der Region unterstützen die Bewerbung der Bezirke Scheibbs und Melk zur österreichischen Modellregion für Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft bereits. (Anbei eine Auswahl)

Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Netzwerke

  • BEST – zuvor Bioenergy 2020+
  • Bezirksbauernkammer Melk – Scheibbs
  • BLT Wieselburg
  • Bundesamt für Wasserwirtschaft – Institut für Kulturtechnik und Bodenwasserhaushalt
  • Bündnis Mikroplastikfrei
  • Fachhochschule Wiener Neustadt – Campus Wieselburg
  • Gemüseversuchsanlage Zinsenhof
  • GVU Melk und Scheibbs
  • HBLFA Francisco Josephinum
  • HLUW Yspertal (statt HBLA Yspertal)
  • Josephinum Research
  • KEM Region Südliches Waldviertel
  • Knoten im Haus der Digitalisierung sowie im Digital Innovation Hub Ostösterreich in Wieselburg
  • LEADER Eisenstraße und Mostviertel Mitte
  • Verein der Umweltverbände Niederösterreich
  • Wasserkluster Lunz

Unternehmen

Branchen: Abfallwirtschaft, Holzindustrie, Lebensmittel und Futtermittel, Bioenergie, Sonstige Leitbetriebe

  • Abfallwirtschaft Ötscherland Entsorgungs GmbH (AWÖ)
  • Bergwels
  • Brau Union Österreich AG, Brauerei Wieselburg
  • Deckweiss
  • Donau-Soja
  • Druckerei Gugler
  • Eurotoner
  • GARANT Tiernahrung GmbH
  • Haubis
  • Messe Wieselburg
  • Microtronics Engineering GmbH
  • Moser Wurst GmbH
  • ÖAR
  • Seiringer Umweltservice GmbH
  • Stora Enso Wood Products GmbH
  • Worthington Cylinders GmbH

Arbeitspakete

Bereits für die erste Stufe des Projektantrages wurden 10 Maßnahmenvorschläge definiert. Über 70 Stakeholder der Region haben in fünf Workshops die Maßnahmenvorschläge konkretisiert. Die Ergebnisse daraus sind die wesentliche Grundlage für die Einreichung des Projektes in der 2. Stufe.

Innovationswerkstatt

Innovationswerkstatt

Die kaskadische Nutzung regional vorhandener stofflicher und energetischer Ressourcen ist ein wesentlicher Schlüssel für nachhaltige Entwicklungen. Für neue und innovative Konzepte wie z.B. Insektenzucht, Aquaponic, Market Gardening und Energiegemeinschaften soll die Innovationswerkstatt eine entsprechende Plattform für Interessierte sein. Visionen und Konzepte sollen hier entwickelt und konkretisiert werden. Das Modellregionsmanagement unterstützt beim Prozess und in weiterer Folge beim Auffinden geeigneter Projektpartner und Drittmittel.

Organischer Stoffkreislauf

Organischer Stoffkreislauf

Welche organischen Rest- und Rohstoffe sind in der Region vorhanden und können in einen Kreislauf zurückgeführt werden? Fundiertes Wissen über vorhandene und noch zu erschließende Potentiale für organische Rest- & Rohstoffe ist die Grundlage für dieses Projekt. Besonderes Augenmerk soll auf noch zu erschließende Potentiale aus der Abfallwirtschaft, der Landwirtschaft und der Lebensmittelindustrie gesetzt werden.

Greening the Gas

Greening the Gas

Biogasanlage der 2.Generation können aus organischen Reststoffen, die in keiner Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion stehen, grünes Gas in Erdgasqualität als Speicherenergie erzeugen. Grünes Gas aus Reststoffen weist eine exzellente Klimabilanz auf und wird in den Energiesystemen der Zukunft als hochwertige Speicherenergie eine zentrale Rolle in der Energiewende einnehmen. Zudem werden als wertvolles Nebenprodukt hochwertige Dünger und stabile Huminstoffe zur Humusbildung produziert. Dies reduziert bzw. bindet zusätzlich CO2 und steigert die regionale Wertschöpfung und Autonomie ländlicher Regionen.

Protein Wertschöpfungskette

Protein Wertschöpfungskette

Schaffung einer Eiweißautonomie in der Region.

Pyrolytische Karbonisierung

Pyrolytische Karbonisierung

Phosphor ist von allen wichtigen Hauptnährstoffen die endlichste Ressource auf unsrem Planeten. Klärschlamm hat ein enormes Potential, um einen wesentlichen Teil der erforderlichen Phosphorversorgung nachhaltig abzusichern. Es gibt in Europa bereits erste Pilotprojekte mit dezentralen Klärschlammpyrolyseanlagen. Es soll geklärt werden, ob eine solche Technologie technisch, rechtlich und betriebswirtschaftlich umsetzbar ist. Regionale Ressourcen sollen damit erhalten werden.

Klimaneutrale Logistik

Klimaneutrale Logistik

Der Schwerverkehr soll mit Biogas aus Reststoffen schrittweise klimaneutral werden. Wir wollen die erste Modellregion mit einer klimaneutralen Abfalllogistik werden und gemeinsam mit weiteren Leitbetrieben deren LKW-Flotten ebenfalls auf Biogas aus Reststoffen umzustellen.

Regenerative Landwirtschaft

Regenerative Landwirtschaft

Die Landwirtschaft der Zukunft soll nicht nur klimaneutral, sondern durch gezielten Humusaufbau können unsere Böden mehr CO2-Speichern. Somit werden mehr Wasser und Nährstoffe im Boden gespeichert, die Landwirtschaft wird ressourcenschonender und sorgt für weniger Hochwasser und mehr sauberes Trinkwasser. Ein weiterer und sehr wesentlicher Schwerpunkt ist die höchstmögliche Selbstversorgung mit Eiweiß aus der regionalen Produktion. Musterbetriebe in der Region zeigen in der Praxis, wie ein klimapositiver Bauernhof funktionieren kann.

Mikroplastik Reduktion

Mikroplastik Reduktion

Die Mikroplastikbelastungen sollen durch ein regionales Maßnahmenpaket nachweislich reduziert werden. Vermeidung, innovative Mehrweglösungen, gezielter Einsatz von rückstandsfrei abbaubaren Materialien und technische Lösungen zur Mikroplastikentfrachtung.

Kommunikationsplattform

Kommunikationsplattform

Die Visionen & Ziele der Bioökonomie- & Kreislaufwirtschaftsprojekte sollen mittels traditioneller Kommunikationsmethoden bei der Bevölkerung ankommen. Die Menschen der Region sollen sich als Teil dieser nachhaltigen Entwicklung verstehen und aktiv einbringen können.

Neben traditionellen Werkzeugen werden hier digitale Tools entwickelt. Wichtig ist es dabei einen partizipativen Prozess auszulösen. Interessierte werden Teil des Innovationsprozesses durch flexible Gestaltung, Blogs, Ideenwettbewerbe und Feedbackmöglichkeiten. Die digitalen Angebote werden mit Präsenzelementen verknüpft.

Interregionale Kooperation

Interregionale Kooperation

Austausch der Innovationsprozesse mit anderen Regionen.

Termine

Informationen über aktuelle Veranstaltungen rund um die Modellregion für Bioökonomie & Kreislaufwirtschaft können den untenstehenden Terminen entnommen werden.

09. September, 18.00 bis 20.30 Uhr, Schloss Weinzierl, Weinzirl 1, 3250 Wieselburg

Präsentations­veranstaltung der Modellregion Melk & Scheibbs

Wir laden Sie herzlich zur Präsentationsveranstaltung der Modellregion im Festsaal des Schloss Weinzierl ein. Die Modellregion für Bioökonomie & Kreislaufwirtschaft bietet eine große Chance für Wirtschaft und Umwelt. Die beiden Bezirke Melk und Scheibbs haben in den vergangenen Monaten erfolgreich zusammengearbeitet und eine Vielzahl von spannenden Gesprächen, Diskussionen und Workshops durchgeführt. Dadurch sind wir dem Ziel einer Finanzierung ein Stückchen näher gekommen und infolgedessen auch der Chance unsere ambitionierten Maßnahmenvorschläge umzusetzen.

Programm

17:45 Uhr

Eintreffen der Gäste und Registrierung

18:00 Uhr

Begrüßung: Obmann-Stv. Franz Aigner, Bürgermeister der Stadt Scheibbs

Vorstellung Modellregion Bioökonomie & Kreislaufwirtschaft

Keynote – „Kreislaufwirtschaft – ein Modell für Werkschöpfung mit Zukunft!“
Hannes Royer, Verein „Land Schafft Leben“

Interviewrunde: „Stimmen zur Modellregion“
Mag. Gerhard Hackl, HLUW Yspertal
Anton Haubenberger, Haubis GmbH
Dr. Christian Huber, Brauunion Österreich AG – Brauerei Wieselburg
Dr. Herbert Greisberger, ENU (angefragt)
Dr. Josef Rathbauer, HBLFA Francisco Josephinum, BLT Wieselburg
Hubert Seiringer, Seiringer Umweltservice GmbH
Dr. Marcus Urdl, GARANT Tiernahrung GmbH
Dr. Elisabeth Wopienka, BEST GmbH

18:00 Uhr

Netzwerken bei kleinem Imbiss

Wir bitten um Anmeldung bis 6. September 2021 an DI Klaus Nagelhofer: k.nagelhofer@ecoplus.at

Wir ersuchen die aktuellen COVID-Regelungen zu beachten und verweisen auf die 3G-Regel.

15. Juni 2021, Messe Wieselburg

Informations­veranstaltung Modellregion für organische Kreislaufwirtschaft

29. Juni, 9:30–12:00 Uhr, Messe Wieselburg

Workshop I: Kommunikation – digital/physisch

Workshop-Leitung: Peter Brandstetter

Auf verschiedenen Kommunikationskan len und Formaten sollen Bevölkerung und Projektbeteiligte über Aktuelles rund um das Projekt informiert werden.

Ziel

  • Projektideen Maßnahmen sammeln diskutieren
  • Fahrplan für die Ausarbeitung der Projekt-Ideen

 

Anmeldung bis 28. 06. 2021 unter k.nagelhofer@ecoplus.at

29. Juni, 9:30–12:00 Uhr, Messe Wieselburg

Workshop II: Innovationswerkstatt

Workshop-Leitung: Klaus Nagelhofer

Innovative Konzepte warten auf deren Umsetzung.
Im Workshop werden diese diskutiert und Wege für deren Umsetzung erarbeitet.

Ziel

  • Projektideen Maßnahmen sammeln diskutieren
  • Fahrplan für die Ausarbeitung der Projekt-Ideen

 

Anmeldung bis 28. 06. 2021 unter k.nagelhofer@ecoplus.at

29. Juni, 13:30–16:00 Uhr, Messe Wieselburg

Workshop III: Organischer Stoffkreislauf REGIONAL (Greening the gas, Pflanzenkohle, klimaneutrale Logistik)

Workshop-Leitung: Hubert Seiringer

Die Betrachtung des organischen Stoffkreislaufes ist essentiell bei der Weiterentwicklung hin zu einer klimapositiven Region Entlang der gesamten Wertschöpfungskette werden Potentiale aufgezeigt und Lösungen entwickelt

Ziel

  • Konkrete Projektideen aufzeigen
  • Diskussion zu Hemmnissen und Hüren bei der jeweiligen Umsetzung

Anmeldung bis 28. 06. 2021 unter k.nagelhofer@ecoplus.at

30. Juni, 09:30–12:00 Uhr, Messe Wieselburg

Workshop IV: Klimapositive Landwirtschaft

Workshop-Leitung: Josef Rathbauer

Die Land und Forstwirtschaft ist ein zentraler Akteur bei der Aufbringung von organischen Rohstoffen und aber auch ein wesentlicher Teil der Lösung zur Kohlenstoffbindung

Ziel

  • Aufzeigen unterschiedlicher Blickwinkel
  • Ideen sammeln und Lösungen entwickeln

Anmeldung bis 28. 06. 2021 unter k.nagelhofer@ecoplus.at

30. Juni, 13:30–16:00 Uhr, Messe Wieselburg

Workshop V: Mikroplastikreduktion in der Region

Workshop-Leitung: Florian Kamleitner

Einige erfolgreiche Initiativen zeigen bereits erste Wege bei der Reduktion von Mikroplastik auf. Wichtig ist es hier, aufzuzeigen, welche Maßnahmen regional gesetzt werden können.

Ziel

  • Vorstellung der aktuellen Initiativen
  • Ideen sammeln und diskutieren

Anmeldung bis 28. 06. 2021 unter k.nagelhofer@ecoplus.at

Presse

Kontakt

DI Klaus Nagelhofer
k.nagelhofer@ecoplus.at